Motten in der Küche? Die Verbraucherzentrale weiß Rat

Unwillkommener Gast in der Küche: eine Lebensmittel-Motte. Foto: Pexels

Unwillkommener Gast in der Küche: eine Lebensmittel-Motte. Foto: Pexels

Das Problem kennt fast jeder Haushalt: Vorratsschädlinge wie Motten haben sich in der Küche eingenistet. Die Verbaucherzentrale Sachsen gibt Tipps zur Bekämpfung.

Wie kommen die Schädlinge in das Essen?

Vorratsschädlinge gelangen häufig unbemerkt in den Haushalt. Oft werden sie bereits mit eingekauften Lebensmitteln eingeschleppt, etwa über Mehl, Reis, Nüsse oder Gewürze. Typische Anzeichen sind kleine Gespinste in Verpackungen, krümelige Rückstände oder kleine Käfer und Larven im Vorratsschrank. Besonders warme Temperaturen und lange gelagerte Lebensmittel begünstigen ihre Vermehrung.

Die Zahl möglicher Vorrats- und Hygieneschädlinge ist groß. Häufig treten in deutschen Haushalten Käferarten wie Brot-, Korn- oder Reismehlkäfer sowie Mottenarten wie Dörrobst- und Mehlmotten auf, gelegentlich auch Schaben. 

Die meisten Schädlinge sind dabei nicht auf ein einzelnes Lebensmittel spezialisiert: Sie befallen unter anderem Mehl, Nüsse, Schokolade, Nudeln oder sogar Gewürze. Das warme und teilweise feuchte Klima in der Küche bietet ihnen zudem günstige Lebensbedingungen.

Was hilft gegen Vorratsschädlinge?

Grundsätzlich sollten Sie folgende Maßnahmen bei einem Schädlingsbefall ergreifen:

  • Die betroffenen Lebensmittel müssen vernichtet werden. Dazu werden sie am besten vorher eingefroren, damit sich die Insekten nicht vom Müll aus verbreiten.
  • Alle Vorratsschränke müssen gründlich gereinigt und wieder trockengerieben werden. Bohrlöcher für flexible Einlegeböden sind beliebte Mottenlarvenverstecke und sollten gründlich kontrolliert werden.
  • Vorräte und Schränke sollten Sie dann häufig kontrollieren, möglichst alle zwei bis drei Tage.
  • Falls noch nicht geschehen, füllen Sie nicht befallene Vorräte in fest verschließbare Behälter um.

Pheromonfallen eignen sich vorwiegend zur Eindämmung des Schädlingsbefalls. Pheromone sind synthetische Lockstoffe, die männliche Tiere anziehen, die dann auf der Falle kleben bleiben. Dadurch wird der Fortpflanzungszyklus unterbrochen und die Schädlinge können sich nicht weiter vermehren. Allerdings werden nicht alle Männchen angelockt und die verbliebenen Männchen können sich mit mehreren Weibchen paaren, so dass sich der Befall weiter entwickeln kann. Zusätzlich können diese Fallen durch den Geruch auch neue Schädlinge anlocken.

Zum Vertreiben von Kleider- und Lebensmittelmotten können ätherische Öle hilfreich sein, zum Beispiel Lavendel, Zedernholz und Pfefferminz. Sie haben jedoch einen intensiven Geruch, der in der Küche unangenehm sein und auch auf Lebensmittel übergehen kann.

Im Handel sind zahlreiche Mittel erhältlich, die schnelle Hilfe versprechen. Angeboten werden Sprays, Sprühmittel, Köder, Elektroverdampfer, Strips, Streumittel und Lichtfallen. Achtung: Der Einsatz dieser Mittel kann auch für den Anwender oder auch Nützlinge gesundheitliche Folgen haben, nicht nur für die Schädlinge.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.verbraucherzentrale-sachsen.de. 


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