Matinee des Hochschulsinfonieorchesters in der Semperoper

Professor Roland Kluttig dirigiert die Matinee des Hochschulsinfonieorchesters. Foto: Oliver Wolf

Professor Roland Kluttig dirigiert die Matinee des Hochschulsinfonieorchesters. Foto: Oliver Wolf

Das Hochschulsinfonieorchester spielt am Buß- und Bettag , am 18. November, unter seinem Leiter Prof. Roland Kluttig eine Matinee in der Semperoper. Eine Empfehlung unseres Gastautors Wolfgang Schaller.

Im Programm der Matinee: Bruckner und Mozart


Die 4. Sinfonie von Bruckner gilt als seine populärste und auch am leichtesten zugängliche. In gewisser Weise bedeutet diese Sinfonie für Bruckner den Durchbruch. Ihre Klangflächen, das Idyll des Trios und die Dur-Moll Wechsel beschwören mehr als sonst den Geist Franz Schuberts herauf und begründen insofern die Zuschreibung „Die Romantische“. Das erste Flötenkonzert KV 313 in G-Dur von Mozart im Auftrag eines holländischen Musikliebhabers auf einer Reise nach Mannheim und Paris entstanden, hat Mozart – wie man in einem Brief an den Vater nachlesen kann – erhebliche Mühe gekostet. In diesem Brief fällt auch die Bemerkung, für ein Instrument schreiben zu müssen, welches er scheinbar nicht mochte…, eine Bemerkung die er mit hinreißenden Flötensoli in den Klavierkonzerten und seiner ja wohl berühmtesten Oper „Die Zauberflöte“ selbst hinreichend widerlegt hat.

Der Dirigent: Professor Roland Kluttig

Roland Kluttig, seit 2025 Professor für Orchesterdirigieren und Leiter des Hochschulsinfonieorchesters, ist ein Glücksfall für die Hochschule für Musik, bringt er doch den Erfahrungsschatz einer höchst erfolgreichen Dirigentenkarriere in diese Professur mit. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt ihn als „einen der wenigen Dirigenten weltweit, der neueste Musik genauso versiert aufführt wie Beethoven, Wagner und Sibelius“. Als Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg von 2010 bis 2020 und als Chefdirigent der Oper Graz von 2020 bis 2023 erwarb er sich einen international herausragenden Ruf als Dirigent in einer großen künstlerischen Bandbreite. Davon zeugen Neueinstudierungen unter anderem an der Staatsoper Stuttgart, der Hamburgischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, der Greek National Opera, dem Aalto Theater in Essen und bei den Salzburger Festspielen, an den Opernhäusern von Nizza und Straßburg. 2024 wurde er von der internationalen Fachzeitschrift für Musiktheater ‚Opernwelt‘ zum Dirigenten des Jahres nominiert.

Für ihn selbst ist es ein Heimkommen, denn er hat in Dresden studiert. Heute formuliert er für seine Arbeit ein klares Ziel: „Hochschule sollte ganz nah in der künstlerischen Praxis unserer Zeit verankert sein. Die Studierenden sollten im Unterricht und im Orchester einerseits die klassischen Grundlagen der musikalischen Berufe auf höchstem Niveau erlernen und gleichzeitig in Projekten alle Facetten des Musiklebens erleben und reflektieren sowie durch diese inspiriert werden“, so Kluttig.

Die Flötistin Amandine Lavancier spielt Mozart. Foto: N. Woillard
Die Flötistin Amandine Lavancier spielt Mozart. Foto: N. Woillard

Eine junge Solistin spielt ein großes Konzert 

Amandine Lavancier ist eine 26-jährige Flötistin. An der Musikhochschule in Dijon in Frankreich erwarb sie im Juni 2025 den Bachelor-Abschluss im Fach Querflöte und ein staatliches Lehrdiplom. Im September 2025 begann sie ihr künstlerisches Masterstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in der Klasse von Prof. Stéphane Réty. Als begeisterte Ensemblemusikerin beteiligt sie sich an zahlreichen Projekten und initiiert diese selbst, sei es im Bereich der Kammermusik, im Orchester sowie bei Kindervorstellungen. Ihr zentrales Anliegen ist es, Exzellenz und Kreativität mit der Zugänglichkeit zu ihrer Kunst für ein immer vielfältigeres Publikum zu verbinden. 

Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart- Flötenkonzert G-Dur KV 313 
[Pause]
Anton Bruckner 4. Sinfonie Es – Dur „Die Romantische“ 

Wann, wo und wieviel kostet es?

Wann: 18.11.2026 , 11  Uhr
Wo: Sächsische Staatsoper Dresden, Semperoper, Theaterplatz 2, 01067 Dresden

Eintritt: Normalpreis 20 Euro, Jugend 10Euro, Schwerbehinderte ab GdB 80 10 Euro, Begleitperson ab GdB 80 10 Euro

Mitglieder des Fördervereins der Hochschule für Musik können für dieses Konzert in der Semperoper leider keine Freikarten erhalten. Diese Vergünstigung kann nur für Konzerte in der Hochschule für Musik gewährt werden.

Der Förderverein: Schlüssel zu einer besonderen Welt

Wer noch tiefer eintauchen möchte, sollte einen Blick auf den Förderverein der Hochschule werfen. Eine Mitgliedschaft eröffnet Möglichkeiten, die weit über den klassischen Konzertbesuch hinausgehen – und genau hier wird es besonders interessant. Mitglieder des Fördervereins genießen zahlreiche Privilegien. Dazu gehören unter anderem Freikarten für nahezu alle Konzerte innerhalb der Hochschule. Wer also regelmäßig Veranstaltungen besucht, profitiert nicht nur kulturell, sondern auch finanziell.

Noch spannender ist jedoch ein anderer Aspekt: der Zugang zu Proben. Fördervereinsmitglieder haben häufig die Möglichkeit, Proben zu besuchen und so einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Man erlebt, wie ein Werk entsteht, wie Details erarbeitet werden und wie sich musikalische Interpretation entwickelt. Dieser Einblick ist nicht nur faszinierend, sondern vertieft auch das Verständnis für die spätere Aufführung erheblich.

Gerade für Menschen, die sich schon lange für Musik interessieren oder vielleicht selbst musiziert haben, ist das eine seltene und wertvolle Erfahrung.

Meine Empfehlung

Nach meinem Berufsleben im Musiktheater genieße ich in den Konzerten der Hochschule für Musik die Vielfalt des musikalischen Repertoires ganz besonders. Immer wieder bin ich begeistert von den außerordentlichen Leistungen der jungen Künstlerinnen und Künstler. Diese Erlebnisse werden durch die Gemeinschaft mit den Mitgliedern des Fördervereins noch bereichert. Deshalb empfehle ich die Mitgliedschaft im Förderverein der Hochschule für Musik, die Mitgliedern und Partnermitgliedern Freikarten zu fast allen Konzerten gewährt! Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 65 €, für Partnermitglieder 20 €. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Fördervereins HIER. 

Die Beitrittserklärung finden Sie unter https://www.hfmdd.de/fileadmin/user_upload/Förderverein/Beitrittserklaerung_Foerderverein.pdf  oder fragen Sie an unter foerderverein@hfmdd.org 

Welche Freude es bereitet, als Mitglied an all dem beteiligt zu sein, können Sie in jedem Konzert erleben. Deshalb: Gönnen Sie sich dieses gute Gefühl und werden Sie vom Freund der Musik zum Förderer der Musik!

Ihr Wolfgang Schaller 

Unser Gastautor Wolfgang Schaller. Foto: Privat
Unser Gastautor Wolfgang Schaller. Foto: Privat

Unser Gastautor Wolfgang Schaller: Geboren 1951 in Schwerin – Studium Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin – Regisseur am Volkstheater Rostock und Oberspielleiter des Musiktheaters am Theater Senftenberg –1982 im Direktorat der Staatstheater Dresden und 1985 Chefdisponent der Semperoper – 1994 Intendant des Musiktheaters Görlitz – 1999 Intendant des Stadttheaters Würzburg – 2003 bis 2019 Intendant der Staatsoperette Dresden – seit 2010 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste – seit 2021 Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule für Musik Dresden



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