Unser Gastautor Wolfgang Schaller empfiehlt ein Konzert der Bigband der Musikhochschule. Foto: Klaus Giga
Unser Gastautor Wolfgang Schaller empfiehlt Ihnen in Dresden den Besuch des Theaters am Wettiner Platz, wo am 9. Juli eine ganz besondere Bigband spielt.
Junge Komponisten schreiben für die Band
Das hfmdd jazz orchestra – Little Bigband präsentiert am 9. Juli 2026, um 20 Uhr im Theater am Wettiner Platz neue Kompositionen aus der Kompositionsklasse Jazz/Rock/Pop von Prof. Stefan Behrisch. Unter der musikalischen Leitung von Prof. Simon Harrer erklingen insgesamt 13 Werke der Studierenden. Das Programm steht ganz im Zeichen frischer Ideen und junger Kreativität. Die Kompositionen verbinden Einflüsse aus Jazz, Pop und Groove mit einem vielseitigen Einsatz von Improvisation und den besonderen Klangfarben einer Little Bigband, die reduzierte Form der üblichen Standard-Bigband Besetzung. „Die Herausforderung für meine Kompositionsstudenten besteht darin, für eine Besetzung mit sieben Blasinstrumenten und bis zu acht Musikerinnen und Musikern in der Rhythmusgruppe zu komponieren. Entstanden sind abwechslungsreiche Werke, die durch stilistische Offenheit, klangliche Neugier und experimentelle Ansätze überzeugen“, so Stefan Behrisch. Das Publikum erwartet ein atmosphärisch reiches Konzert mit überraschenden Wendungen, farbigen Klangwelten und lebendiger Energie.
Aktuelle Informationen finden Sue unter www.hfmdd.de.
Stefan Behrisch, Komponist, Arrangeur, Dirigent und Kompositionsprofessor
Stefan Behrisch ist weltweit aktiv. Große stilistische Offenheit, Vielseitigkeit und Professionalität charakterisieren seine Arbeit. Zu seinen Arbeiten gehören Orchesterproduktionen mit Jacob Collier und Snarky Puppy, Sarah Connor und Max Mutzke, die Neufassung des „Ring des Nibelungen“ für die Oper Köln, Filmmusiken mit Howard Shore und Cliff Martinez, Jazzproduktionen mit Vince Mendoza und Michael Gibbs, Weltmusik mit Bokanté und vieles weitere. Zahlreiche Zusammenarbeiten mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Tonhalle Orchester Zürich, HR Sinfonieorchester, Staatskapelle Dresden, WDR Big Band, WDR Sinfonieorchester, Metropole Orkest, BBC Symphony Orchestra und vielen weiteren. Viele Produktionen, an denen er mitwirkte, wurden für Grammies und weitere Preise nominiert und ausgezeichnet und erzielten #1 Charterfolge. Stefan Behrisch lehrt seit März 2021 Komposition Jazz/Rock/Pop an der Hochschule für Musik Dresden.

Wann, wo und wieviel kostet es?
Donnerstag, 9. Juli 2026, 20:00 Uhr Theater am Wettiner Platz
Das Konzert findet nicht im Konzertsaal der Hochschule, sondern schräg gegenüber im Theater am Wettiner Platz (ehem. FriedrichstaTT Palast, Kabarett Breschke &Schuch) statt. Die Adresse ist Wettiner Platz 10, 01067 Dresden, aber der Eingang ist von der Jahnstraße aus.

Foto: Foto vom Eingang zum Theater
Tickets: www.reservix.de
Eintritt: 15 Euro | erm. 12 Euro, Freikarten für Mitglieder des Fördervereins
Die Abteilung Jazz/Rock/Pop geht zurück auf Günter Hörig
1962 wurde an der Musikhochschule Dresden eine Ausbildungsrichtung eingerichtet, die offiziell „Tanz- und Unterhaltungsmusik“ hieß. Dahinter verbarg sich jedoch von Anfang an eine professionelle Jazz-Ausbildung. Das Dresdner Modell war damals ein Novum: Es gilt als älteste kontinuierliche Hochschulausbildung für Jazz in Deutschland und eine der ältesten in Europa. Günter Hörig war Mitbegründer der Studienrichtung und vermittelte als langjähriger künstlerischer Leiter sein Verständnis eines stilistisch offenen, swingenden Jazz. Nach einem Kapellmeister-Diplom am Dresdner Konservatorium gründete er 1947 das Günter-Hörig-Sextett und übernahm 1952 die Leitung der Dresdner Tanzsinfoniker. Zu den frühen Studierenden gehörte der international bekannte Jazz-Schlagzeuger Günter 'Baby' Sommer, der später selbst die künstlerische Leitung der Fachrichtung übernahm. Die Dresdner Ausbildung hatte eine große Ausstrahlung auf die Popularmusikszene der DDR. Zahlreiche bekannte Musikerinnen und Musiker gingen aus ihr hervor, darunter Veronika Fischer, Conny Bauer, Jäcki Reznicek, Katrin Weber und eben Günter 'Baby' Sommer.
Meine Empfehlung
Nach meinem Berufsleben im Musiktheater genieße ich in den Konzerten der Hochschule für Musik die Vielfalt des musikalischen Repertoires ganz besonders. Immer wieder bin ich begeistert von den außerordentlichen Leistungen der jungen Künstlerinnen und Künstler. Diese Erlebnisse werden durch die Gemeinschaft mit den Mitgliedern des Fördervereins noch bereichert. Vielen ist nicht bewusst, dass die Hochschule für Musik ein großes und vielseitiges Konzertprogramm bietet. Und so mancher weiß nicht, dass zur Vielfalt auch die Ausbildung in den Genres Jazz, Rock und Pop gehört. Deshalb empfehle ich die Mitgliedschaft im Förderverein der Hochschule für Musik, die Mitgliedern und Partnermitgliedern Freikarten zu fast allen Konzerten gewährt! Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt nur 65 Euro, für Partnermitglieder nur 20 Euro. Als Mitglied können Sie so viele Konzerte besuchen, wie Sie nur wollen!

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Fördervereins HIER. Die Beitrittserklärung finden Sie HIER oder fragen Sie an unter foerderverein@hfmdd.org.
Welche Freude es bereitet, als Mitglied an all dem beteiligt zu sein, können Sie in jedem Konzert erleben. Deshalb: Gönnen Sie sich dieses gute Gefühl und werden Sie vom Freund der Musik zum Förderer der Musik!
Ihr Wolfgang Schaller