Unser Gastautor Wolfgang Schaller empfiehlt das Konzert "Lichtblitze" zum 200. Geburtstag von Carl Maria von Weber. Foto: HfMDD/Stefanie Pilz
Unser Gastautor und langjähriger Intendant der Staatsoperette Dresden Wolfgang Schaller empfiehlt den Besuch eines ganz besonderen Konzertes: Anlässlich des 200. Geburtstages von Carl Maria von Weber werden zwei nahezu vergessene Werke im Konzert "Lichtblitze" am 29./30. Mai in der Hochschule für Musik in Dresden wiederentdeckt.
Das Konzert Lichtblitze
Im Zentrum stehen zwei selten aufgeführte Werke Webers: die melodramatische Kantate Der erste Ton und die festliche Jubel-Kantate. Die „Jubel-Kantate“, deren Autograph seit 2020 in der SLUB Dresden bewahrt wird, erklingt erstmals seit über 150 Jahren wieder im Konzert. Ergänzt werden sie durch Anton Weberns klanglich verdichtete Werke sowie die Uraufführung von Stefan Behrischs Komposition Europa. „Der Mensch gewinnt Bedeutung erst im Miteinander – wie ein Ton im Klang. Über Epochen hinweg zeigen die Werke, dass Europas Einheit aus Vielfalt entsteht.(…)“, so Behrisch, Professor für Jazz/Rock/Pop-Komposition. Ein Abend musikalischer Wiederentdeckungen und zeitgenössischer Klangwelten – historisch fundiert, emotional bewegend, künstlerisch aktuell.
Große Besetzung, viele Dirigenten
Es musizieren Solistinnen und Solisten der HfM Dresden, der Hochschulchor und das Hochschulsinfonieorchester. Die musikalische Leitung liegt am 29. Mai bei Prof. Ekkehard Klemm, am 30. Mai dirigieren Studierende seiner Dirigierklasse.

Wann, wo und wieviel kostet es?
Wann: Freitag, 29.05.2026, 19 Uhr . Samstag, 30.05.2026, 19 Uhr.
Wo: Konzertsaal der HfM Dresden, Wettiner Platz/Schützengasse 29
Eintritt: Eintritt: 20 Euro | ermäßigt . 15 Euro (Preise inkl. MwSt., zzgl. 2 Euro Servicegebühr und Versandkosten, beides pro Bestellung) Ermäßigung für Rentner wird gewährt.
Mitglieder des Fördervereins der Hochschule für Musik erhalten Freikarten.
Fachkonferenz: Carl Maria von Weber und das Fremde
Anlässlich des 200. Todestages von Carl Maria von Weber veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik eine hochkarätig besetzte Fachkonferenz. Am 29. und 30. Mai 2026 diskutieren Expertinnen und Experten aus Musik- und Kulturwissenschaft im Kleinen Saal der Hochschule über Webers kompositorische Auseinandersetzung mit der Musik für ihn fremder Kulturen.
Die Konferenz mit dem Titel Carl Maria von Weber und das Fremde beleuchtet eine bislang wenig beachtete Facette des Komponisten. In einer Zeit, in der die deutsche Nationalkultur erst definiert wurde, agierte Weber als musikalischer Kosmopolit, der mit erstaunlicher Kontinuität „nationalcharakteristische“ Themen fremder Kulturen verarbeitete. Seine musikalische Weltkarte reichte von Grönland bis China, von Schottland bis in den arabischen Orient.
Der Eintritt ist frei.
Der Förderverein: Schlüssel zu einer besonderen Welt
Wer noch tiefer eintauchen möchte, sollte einen Blick auf den Förderverein der Hochschule werfen. Eine Mitgliedschaft eröffnet Möglichkeiten, die weit über den klassischen Konzertbesuch hinausgehen – und genau hier wird es besonders interessant. Mitglieder des Fördervereins genießen zahlreiche Privilegien. Dazu gehören unter anderem Freikarten für nahezu alle Konzerte innerhalb der Hochschule. Wer also regelmäßig Veranstaltungen besucht, profitiert nicht nur kulturell, sondern auch finanziell.
Noch spannender ist jedoch ein anderer Aspekt: der Zugang zu Proben. Fördervereinsmitglieder haben häufig die Möglichkeit, Proben zu besuchen und so einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Man erlebt, wie ein Werk entsteht, wie Details erarbeitet werden und wie sich musikalische Interpretation entwickelt. Dieser Einblick ist nicht nur faszinierend, sondern vertieft auch das Verständnis für die spätere Aufführung erheblich.
Gerade für Menschen, die sich schon lange für Musik interessieren oder vielleicht selbst musiziert haben, ist das eine seltene und wertvolle Erfahrung.
Nach meinem Berufsleben im Musiktheater genieße ich in den Konzerten der Hochschule für Musik die Vielfalt des musikalischen Repertoires ganz besonders. Immer wieder bin ich begeistert von den außerordentlichen Leistungen der jungen Künstlerinnen und Künstler. Diese Erlebnisse werden durch die Gemeinschaft mit den Mitgliedern des Fördervereins noch bereichert. Vielen ist nicht bewusst, dass die Hochschule für Musik ein großes und vielseitiges Konzertprogramm bietet. Und so mancher weiß nicht, welch schöner Konzertsaal sich etwas versteckt hinter dem historischen Gebäude auf der Schützengasse 29 nahe dem Wettiner Platz befindet.

Deshalb empfehle ich die Mitgliedschaft im Förderverein der Hochschule für Musik, Mitgliedern und Partnermitgliedern Freikarten zu fast allen Konzerten gewährt! Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 65 Euro, für Partnermitglieder 20 Euro."
Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Fördervereins HIER.
Die Beitrittserklärung finden Sie HIER oder fragen Sie per E-Mail an unter foerderverein@hfmdd.org.

Welche Freude es bereitet, als Mitglied an all dem beteiligt zu sein, können Sie in jedem Konzert erleben. Deshalb: Gönnen Sie sich dieses gute Gefühl und werden Sie vom Freund der Musik zum Förderer der Musik!
Ihr Wolfgang Schaller
Wolfgang Schaller, Jahrgang 1951, studierte Opernregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin . Er wirkte als Regisseur am Volkstheater Rostock und Oberspielleiter des Musiktheaters am Theater Senftenberg, ab 1982 im Direktorat der Staatstheater Dresden und ab 1985 als Chefdisponent der Semperoper. 1994 wechselte er als Intendant ans Musiktheaters Görlitz, 1999 ans Stadttheaters Würzburg . Von 2003 bis 2019 Schaller als Intendant die Staatsoperette Dresden. Seit 2010 ist er Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und seit 2021 Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule für Musik Dresden.