Jetzt noch schnell Gehölze verschneiden

Nur noch bis Ende des Monats dürfen Hecken grob verschnitten werden - dann beginnt der Nestbau der Vögel. Foto: Freepik

Nur noch bis Ende des Monats dürfen Hecken grob verschnitten werden - dann beginnt der Nestbau der Vögel. Foto: Freepik

Noch bis Ende Februar können Gehölze, Hecken und Sträucher zurückgeschnitten werden. Ab März gelten strenge naturschutzrechtliche Vorgaben und es sind nur noch kleine Rückschnitte zulässig.

Jetzt die Hecke in Form bringen

Wer Hecken Sträucher oder Bäume auf seinem Grundstück hat, weiß um die Notwendigkeit des Verschnittes. Erst recht wenn droht, dass sie auf öffentliche Gehwege und Straßen wuchern oder Verkehrszeichen verdeckend damit die Verkehrssicherheit von Fußgängern, Radfahrern oder Autofahrern beeinträchtigen. Denn es gilt: Die Sichtbarkeit von Verkehrszeichen, Straßennamensschildern und Beleuchtungseinrichtungen darf nicht eingeschränkt sein.

Anpflanzungen auf dem eigenen Grundstück sind so zurückzuschneiden, dass

  1. der Gehweg in voller Breite nutzbar bleibt
  2. Straßen nicht eingeengt werden
  3. Verkehrszeichen und Straßenlaternen gut sichtbar sind und
  4. keine Gefahr durch herabhängende Äste entsteht.

Der Februar bietet hierfür noch gute Möglichkeiten. In diesem Monat sind großzügige Verschnitte von Hecken und Sträuchern noch zulässig. Es empfiehlt sich also, die verbleibende Zeit zu nutzen, um Anpflanzungen fachgerecht in Form zu bringen und den notwendigen Lichtraum über Geh- und Fahrbahnen herzustellen.

Wann darf nicht verschnitten werden? 

Seit dem Jahr 2010 regelt das Bundesnaturschutzgesetz den Schutz von Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen und damit auch den Zeitraum, wann man Hecken schneiden darf. 

Der Vogelschutz umfasstdabei die Nist- und Brutzeit von Vögeln. Diese beginnt bundesrechtlich am 1. März. Um die Tiere weder beim Nestbau noch während der Brutzeit zu stören, gilt das Schneideverbot deshalb vom 1. März bis 30. September. Während dieser Zeit ist es in Deutschland verboten, Heckenpflanzen radikal zu schneiden oder auf den Stock zu setzen.

Lediglich leichte Pflegeschnitte, die den jährlichen Zuwachs entfernen, sind nur dann noch gestattet, wenn keine Vögel in der Hecke nisten. Der Naturschutzbund NABU empfiehlt darüber hinaus, solche Pflegeschnitte nicht in der Hauptbrutzeit zwischen März und Juni durchzuführen.

Wie oft sollte eine Hecke geschnitten werden? 

Mindestens einmal im Jahr, besser noch zweimal. Einmal reicht bei Eibe, Berberitze, Kirschlorbeer, Scheinzypresse und alter Thuja. Liguster, Hainbuche, Feldahorn, Rotbuche und junge Thuja verlangen zwei Schnitte. So sichern Sie einen gesundes Wachstum und eine ansehnliche Form. 

Im Frühjahr, bis Anfang März, erfolgt der sogenannte Frühjahrsschnitt. Das heißt, die Hecke wird stark gestutzt und in Form geschnitten.

Im Sommer gilt es, in Form zu bleiben: Wenn mit dem Wachsen der Blätter Unebenheiten sichtbar geworden sind, sollten diese ausgeglichen werden. Man schneidet dabei den Jahresaustrieb um gut zwei Drittel ab und entfernt damit störende und aus der Reihe tanzende Triebe.

Bei Bedarf kann ein stärkerer Rückschnitt auch im Herbst, ab dem 01. Oktober, erfolgen.

Welche Hilfsmittel Sie verwenden sollten und wie sie eine Hecke richtig schneiden, können Sie anschaulich via Videos unter Stihl.de erfahren. Mit diesen Anleitungen meistern Sie jeden Heckenschnitt. Generell sollten Sie bedenken, dass Ihnen - trotz technischer Hilfsmittel - die Pflege von Gehölzen mit zunehmendem Alter nicht leichter fällt. Nachbarschaftliche Hilfe sollte gern in Anspruch genommen werden. 


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