Unwetter-Schäden werden in der Sächischen Schweiz beseitigt

Die Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in der Sächischen Schweiz haben begonnen. Foto: H. Mayr, Sachsenforst

Die Aufräumarbeiten nach dem Uuwetter in der Sächischen Schweiz haben begonnen. Foto: H. Mayr, Sachsenforst

Am 31. Juli hatte ein Unwetter massive Schäden zwischen dem Kurort Rathen und dem Polenztal hinterlassen. Das Unwetter forderte ein Todeopfer und einige Verletzte. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst hat in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen mit den Aufräumarbeiten begonnen.

Nach dem schweren Unwetter wird nun vordringlich an der Schadholzbeseitigung gearbeitet. Dabei müssen Gebäude, öffentliche Infrastruktur und Zugänge wie beispielsweise der Felsenbühne, dem Kiosk Wanderrast am Amselsee und der Walthersdorfer Mühle gesichert werden. Außerdem müssen wichtige Rettungs- und Erschließungswege im Unwetter-Schadgebiet freigeschnitten werden, damit  Forstfahrzeuge wie Harvester und Forwarder an die Schadensorte herankommen. Außerdem werden  wichtige Wanderwege zwischen Bastei und Rathen (Basteiweg, Schwedenlöcher) kurzfristig freigeräumt.

Gefährliche Arbeit auch für erfahrende Waldarbeiter

Die Beseitigung von Sturmschäden nach Unwetter zählt auch für erfahrene Waldarbeiter zu den gefährlichsten Arbeiten, so dass erhöhte Sicherheitsanforderungen einzuhalten sind.

Einerseits droht Gefahr von oben durch noch hängende Bäume oder große Äste, bei denen nicht eingeschätzt werden kann, wann sie herabstürzen. Andererseits können die Stämme der übereinander geworfenen Bäume unter großer Spannung stehen und beim Durchsägen unkontrolliert mit großer Wucht aufreißen. Dies bedeutet eine erhebliche Verletzungsgefahr für die Waldarbeiter.

Deswegen wird dem Einsatz von Forstmaschinen – wo immer möglich – der Vorzug gegeben. Da die engen Wege im Rathener Ortsgebiet die Zufahrt großer Forstmaschinen nicht zulassen, führt die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz geeignete Maschinen durch das betroffene Sturmschadensgebiet an die Schwerpunkte am Ortstrand heran.

Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: "Mit dem schnellen Beginn der Aufräumarbeiten durch die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst wollen wir die Menschen bei Rathen zügig unterstützen. Die Sturmholzaufbereitung in solch einer unübersichtlichen Lage erfordert die höchste Konzentration der ausführenden Waldarbeiter. Besucher bitte ich deshalb, die Absperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit zu berücksichtigen und die Waldarbeiter bei ihrer gefährlichen Tätigkeit zu achten."

Welche Waldbereiche sind betroffen? 

Die betroffenen Waldbereiche sind durch die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom 3. August bis Ende August gesperrt. Das Gebiet  können Sie unter https://www.landratsamt-pirna.de/forst.html einsehen..

Der Bereich mit den betroffenen Wanderwegen kannauch auf einer Karte unter folgendem Link eingesehen werden: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/karte

WICHTIG: Im Basteigebiet vom großen Basteiparkplatz her sowohl die Basteiaussicht, das Basteirestaurant als auch die ein wenig abseits liegende Pavillonaussicht sind weiterhin wie bisher erreichbar und geöffnet. Auch alle Wanderwege in Richtung Norden zum beliebten Steinernen Tisch, zum Uttewalder Felsentor oder nach Stadt Wehlen sind offen. Für den Malerweg ist eine attraktive Umleitung eingerichtet. Leidglich in Richtung Rathen ist derzeit noch kein Abstieg möglich, bis alle sicherheitsrelevanten Bäume und Stark-Äste entfernt sind.

Gesperrt sind demnach aktuell die Wanderwege Schwedenlöcher, Amselgrund und der Basteiweg (Aufstieg von Rathen zur Bastei) sowie Teile des Polenztalweges und weitere Wegeabschnitte in der Umgebung des Schadgebietes. Aktuelle Sperrrungen und etwaige Umleitungen sind hier zu finden: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/wegeservice

Die Dauer der Aufräumarbeiten ist aufgrund der notwendigen Sicherheitsanforderungen und schwierigen Geländesituation derzeit nicht abschätzbar.



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