Radebeuler Verkehrsregelung: Cowboy statt Ampelmännchen

Beigeordneter Albrecht Hauck, Oberbürgermeister Prof. Ulli Meyer und Oberbürgermeister Bert Wendsche (v.l.) mit der Cowboy-MotivampelFoto: Stadt Radebeul

Beigeordneter Albrecht Hauck, Oberbürgermeister Prof. Ulli Meyer und Oberbürgermeister Bert Wendsche (v.l.) mit der Cowboy-MotivampelFoto: Stadt Radebeul

Radebeul hat eine ganz besondere Ampel und ein ganz besonderes Ampelmännchen. Unmittelbar am künftigen Eingang des Karl-May-Museums signalisiert ein Cowboy, wann Fußgänger die Straße queren könnn und wann sie warten müssen.

Die Stadt Radebeul hat seit  30. August 2026 einen neuen Hingucker im Straßenbild: ein ganz besonderes Ampelmännchen. An der Fußgängerampel Schildenstraße/Ecke Meißner Straße, unmittelbar vor dem neu entstehenden Empfangsgebäude des Karl-May-Museums, leuchtet ein stilisierter Cowboy. 

Ampel ist Geschenk der Partnerstadt

Die Ampel mit dem Wild-West-Ampelmännchen ist ein Geschenk der Stadt St. Ingbert an Radebeul anlässlich des 35. Jahrestages der Städtepartnerschaft. Die beiden Ampelscheiben zeigen einen Cowboy – einmal stehend, einmal in Bewegung – und nehmen damit ganz bewusst Bezug auf die Karl-May-Stadt Radebeul und das unmittelbar angrenzende Karl-May-Museum.

„Eine Ampel ist im Alltag ein ganz selbstverständliches Zeichen. In diesem Fall erzählt sie aber eine Geschichte: von Karl May, von Radebeul und vor allem von unserer Freundschaft mit St. Ingbert. Der Cowboy wird künftig viele Menschen auf ihrem Weg durch Radebeul begleiten und dabei ganz nebenbei daran erinnern, dass Städtepartnerschaft von Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen lebt“, sagte Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche bei der Einweihung.

Die Verbindung zwischen Radebeul und St. Ingbert gehört zu den langjährigsten deutsch-deutschen Städtepartnerschaften. Ihren Ursprung hat sie in engen wirtschaftlichen Kontakten zwischen der Firma Haaf aus St. Ingbert und dem damaligen VEB Druckmaschinenwerke Planeta, heute König Bauer AG, in Radebeul. Die offizielle Partnerschaftsvereinbarung wurde am 24. Juni 1988 unterzeichnet.

Beide Städte verbindet neben einer vergleichbaren Einwohnerzahl auch ihre Bedeutung als traditionsreiche Industriestandorte. Zugleich prägen ein vielfältiges Kultur- und Sportleben sowie eine aktive Kunstszene das Leben in Radebeul und St. Ingbert.

In den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist daraus ein lebendiges partnerschaftliches Miteinander entstanden. Bürgerfahrten, Jubiläumsfeiern und kultureller Austausch gehören ebenso dazu wie gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten. So halfen die Partner aus St. Ingbert Radebeul unter anderem nach den Hochwassern 2002 und 2013. Umgekehrt unterstützte Radebeul St. Ingbert nach dem Brand der St. Josefs Kirche.

Eine besondere Rolle spielen bis heute die engen Kontakte zwischen den Freiwilligen Feuerwehren beider Städte.

10 verrückte Ampelmännchen in Deutschland

Es gibt nicht nur den Cowboy in Radebeul. Auch in zahlreichen anderen Städten in Deutschland gibt es verrückte Symbole auf den Ampeln.

  1. Auf der Bahnhofstraße in Wernigerode leuchten seit 2023 Hexe und Teufel. 
  2. An der Nürnberger Kreuzung Äußere Laufer Gasse/Hirschelgasse hoppelt bis 2028 der berühmte Hase von Albrecht Dürer über die Straße. 
  3. In München-Moosach blinkt seit Februar 2025 der Pumuckl.
  4. Schon seit zehn Jahren regeln in Mainz die Mainzelmännchen den Verkehr. 
  5. Auf dem Köllner Heumarkt wurde 2016 einen Ampel mit gleichgeschlechtlichen Paaren installiert. 
  6. In Hameln gibt der berühmte Rattenfänger die Stra0e für Fußgänger frei. 
  7.  In Emden gibt es eine Otto-Waalkes-Ampel. 
  8. An der Augsburger Kreuzung Kreuzung Bäckergasse/Spitalgasse/Margaretenstraße blinkt ein Kasperl. 
  9. In Bad Nauheim "singt" Elvis Presley an der Fußgängerampel an der unteren Parkstraße/Ecke Zanderstraße. 
  10. Ein Bergmann regelt in Bochum vor dem Deutschen Bergbaumuseum den Fußgängerstrom. . 

 

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