Die schönsten Theatermärchen für Ihre Enkel

Eines der vielen Märchen: "Ronja Räubertochter" im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Eines der vielen Märchen: "Ronja Räubertochter" im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Winterzeit ist Märchenzeit: Erleben Sie die schönsten Wintervorstellungen in Sachsens Theatern für die ganze Familie und tauchen Sie ein in fantastische Geschichten.

Winterzeit ist Märchenzeit. In vielen Familien ist es Tradiition, in der Weihnachtszeit gemeinsam ein Theater zu besuchen. Machen Sie sich am Vormittag oder Nachmittag mit Ihren Enkelkindern auf den Weg. Lassen Sie sich in einen Welt entführen, in der Geschichten noch ein Happy End haben. Fiebern Sie mit Ihren Enkeln mit, wenn Theaterhelden für das Gute streiten, Bösewichte verjagt werden und am Ende alle gut ist.

Wir haben für Sie die schönsten Wintervorstellungen zusammengetragen. Sie haben die Qual der Wahl. 

Ronja Räubertochter

Die Beschichte von Astrid Lindgren (1981 erschienen) wurde von Christian Schönfelder für die Bühne des Schauspielhauses Dresden bearbeitet. Auf ganz eigene Weise erobert Räuber Mattis’ Tochter Ronja den Wald, der die altehrwürdige Mattisburg umgibt und ihr Zuhause wird. Sie nimmt es mit Wilddruden, Graugnomen und Rumpelwichten auf, trotzt allen Wettern und liebt das Leben, ihre Eltern und die Räuberbande. Nur dem furchterregenden Höllenschlund darf sie sich nicht nähern, der die Festung nach einem Blitzschlag in zwei Hälften teilte. Ronja umgeht das Verbot und begegnet dort Birk, dem Sohn von Mattis’ Erzfeind Borka, der mit seiner Räuberbande ungefragt den anderen Teil der Mattisburg bezogen hat. Von nun an treffen sich die Kinder heimlich und stehen einander bei, während die Erwachsenen stur und unversöhnlich ihre Fehde austragen. Ronja und Birk stellen sich mit ihrer Freundschaft, Mut, Respekt und eigenständigen Entscheidungen dem andauernden Hass zwischen den beiden Banden entgegen. Die Ausführung (ohne Pause) dauert 100 Minuten. Termine/Tickets unter staatsschauspiel-dresden.de.  

Gebrüder Grimm - am Anfang aller Märchen

„In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön; aber die Jüngste war so schön, dass die Sonne …“, erzählt ein Vater seine Tochter. Doch das Mädchen unterbricht ihn und fragt, wo die Märchen herkommen. Der Vater wollte dem Kind die Antwort nicht schuldig bleiben, und obwohl er wusste, dass Märchen nur ausgedachte oder überlieferte Geschichten sind, wollte er die Welt durch die Augen seines Kindes sehen. Er schloss das Buch und begann zu erzählen – das Märchen vom Anfang aller Märchen …„… hier, wo der Wald am tiefsten und dunkelsten war, wo Backöfen sprechen und Frösche tanzen können, wo Häuser aus Lebkuchen und Wölfe noch böse sind, hier entdecken die noch jungen und ungleichen Gebrüder Grimm nicht nur die Liebe, sondern auch die faszinierenden Geschichten für ihre weltberühmten Märchen.“ Freuen Sie sich auf eine fantasievolle Vorstellung im Boulevardtheater Dresden.  Spielzeit ca. 125 Minuten inklusive einer Pause. Termine/Tickets unter boulevardtheater.de

Herr Eichhorn und der erste Schnee

Schnee ist einfach wunderschön — weich, weiß und kalt. Und wenn die ersten Flocken vom Himmel fallen, verwandelt sich die ganze Welt. Das sagt zumindest der Bock. Herr Eichhorn hat leider noch nie Schnee gesehen. Im Herbst zieht er sich in seine Höhle zurück und kommt erst im Frühling wieder raus. Aber dieses Jahr ist er wild entschlossen, wach zu bleiben und den Winteranfang zu erleben. Leider lassen die ersten Schneeflocken auf sich warten und Herr Eichhorn wird schon ziemlich müde. Zum Glück bekommt er Gesellschaft vom Igel und vom Bär. Die beiden Freunde haben zwar auch noch nie Schnee gesehen, aber gemeinsam bekämpfen sie die Müdigkeit mit Bewegung an der frischen Luft und Seemannsliedern. Bis ihnen klar wird, dass sie eigentlich gar nicht genau wissen, wie Schnee aussieht. Zusammen machen sie sich auf die Suche und erleben dabei ihr ganz persönliches Winterwunder. Sebastian Meschenmoser hat mit Herrn Eichhorn aus der gleichnamigen Bilderbuchreihe eine liebenswerte kleine Figur geschaffen, die sich auf der Bühne des TJG Dresden unerschrocken den großen Fragen stellt. Spieldauer: 50 Minuten. Termine/Tickets unter tjg-dresden.de

Eine Woche vieler Samstage

In Paul Maars KInderbuch beginnt für den schüchternen Herrn Taschenbier ein außergewöhnliches Abenteuer, als er auf das ungewöhnliche Wesen namens Sams trifft. Dieses freche, mutige Geschöpf mit einer auffälligen Rüsselnase bringt einen Sturm der Veränderung in sein bisher so vorsichtiges Leben. Das Sams, das sich von niemandem einschüchtern lässt und stets eine freche Antwort auf jede Bemerkung parat hat, zieht bei Herrn Taschenbier ein und sorgt dafür, dass sich sein Alltag völlig verändert. Anfangs ist Herr Taschenbier von den unorthodoxen Verhaltensweisen des Sams verunsichert, doch im Laufe der Zeit beginnt er, die Bedeutung von Mut und Selbstbewusstsein, die das Sams verkörpert, zu schätzen. "Eine Woche voller Samstage" ist nicht nur der Beginn einer beliebten Kinderbuchreihe, sondern auch eine Geschichte über das Finden des eigenen Mutes und die Freiheit, das Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten. Diese Inszenierung können Klein und Groß im Stadttheater Freiberg erleben, sondern auch bei Sonnenschein im Schlosshof Freiberg. Spieldauer: 90 Minuten. Termine/Ticktes unter mittelsaechsisches-theater.de

Die Schneekönigin

Der neben Egon Olsen vielleicht berühmteste Däne, Hans Christian Andersen erblickte vor 220 Jahren das Licht der Welt und er starb vor 150 Jahren. Eines seiner populärsten Märchen dürfte „Die Schneekönigin“ sein. In der frischen Bühnenfassung von Elina Finkel teilen sich im Theater Bautzen vier Schwestern die Herrschaft über die Jahreszeiten. Die eiskalte Schneekönigin entführt den Menschenjungen Kay und verwandelt sein Herz zu Eis, doch seine Freundin Gerda macht sich auf die Suche nach ihm. Auf ihrem Weg durch die Jahreszeiten trifft sie auf die Herrscherinnen von Frühling, Sommer und Herbst, freundliche Schmetterlinge, Raben mit Akzent, die Räuber Tatze und Fratze, ein hilfsbereites Rentier. Verfolgt vom Eisbären, dem Diener der Schneekönigin, muss Gerda höllisch aufpassen, doch sie gelangt schließlich in den eisigen Palast und es gelingt ihr, Kays tiefgekühltes Herz wieder aufzutauen. Ende gut, alles gut – so wie es sich in einem echten Märchen gehört. Spieldauer: 105 Minuten  inklusive Pause. Termine/Tickets unter theater-bautzen.de

Dornröschen oder das Märchen vom Erwachen

Vor langer Zeit, in einem weit entfernten Schloss, wünschen sich König und Königin sehnlichst ein Kind. Als ihre Hoffnung schließlich in Erfüllung geht, ist der ganze Hofstaat aus dem Häuschen. Zur Geburt der kleinen Prinzessin Dornröschen gibt es ein großes Fest und die Feen des Landes sind eingeladen, sie mit allerlei guten Wünschen und Segnungen reich zu beschenken. Doch die Feen sind 13 an der Zahl, die goldenen Teller aber reichen nur für zwölf von ihnen und so wird die letzte kurzum ausgeladen. Das soll sich bitter rächen, Fee Edna schäumt vor Wut und ihr Fluch lässt sich zwar abmildern, das Schicksal der Prinzessin aber scheint besiegelt: An ihrem 15. Geburtstag soll sie sich an einer Spindel stechen und in einen 100jährigen Schlaf fallen. Die entsetzten Eltern beschließen, ihr Kind vor jeder noch so kleinen Gefahr zu schützen. Und während (fast) alle Spindeln des Landes im Feuer verbrennen und sich der Alltag über die Jahre und ihr Leben legt, tobt ihre Tochter durch Schloss und Garten und entdeckt an der Seite des Küchenjungen Martin die Welt. Bis sich die Vorbestimmung schließlich einlöst …Aus der beliebten Vorlage der Brüder Grimm schafft Autorin Katharina Schlender für das Theater Chemnitz eine fantasievolle und moderne Bühnenfassung, die in der Inszenierung von Marlis Hirche und Oliver Dassing augenzwinkernd danach fragt, welche Spielregeln Kinder und Eltern heute gelten lassen – und ob eine erste Liebe nicht länger währt als ein Kuss vor dem Erwachen. Spieldauer: 60 Minuten. Termine/Tickets unter theater-chemnitz.de.


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