"Jetzt oder Now" heißt das aktuelle Programm von Comedian Olaf Schubert, dem Schirmherren der Humorzone. Foto: Amac Garbe
Auch in der nächsten Woche können Sie in Sachsen jede Menge entdecken. Unsere Ausflugstipps entführen Sie eine Plattenbau-Ausstellung, in eine Osterausstellung, zu einer Madonna-Schau, zu den Stummfilmtagen und in die Humorzone mit Olaf Schubert. Sie haben also nicht nur die Qual der Wahl, sondern auch gut lachen.
Stummfilmtage in Dresden
DRESDEN - Bis 15. März finden in den Technischen Sammlungen und an anderen Orten die 11. Dresdner Stummfilmtage statt. Im Fokus stehen Klassiker und fast vergessene Filme, die in künstlerischer oder technischer Hinsicht Meilensteine der Filmgeschichte waren. Zu sehen sind einer der ersten Kinder-Leinwandstars: Jackie Coogan in der Tragikomödie "My Boy". Einer der ersten Technicolor-Farbfilme: "The Black Pirate", sowie eines der ersten Weltraumabenteuer im Film: Fritz Langs visionäres Science-Fiction-Drama "Frau im Mond". Weitere Highlights sind "Die Büchse der Pandora" – eine der ersten komplexen, selbstbestimmten Frauenfiguren auf der Leinwand, F. W. Murnaus "Der letzte Mann" mit seiner revolutionären Kamera und die "Buddenbrooks", eine der ersten großen Literaturverfilmungen. Das komplette Programm finden Sie unter www.dresdnerstummfilmtage.de.
Madonna in Pirna
PIRNA - Die Sonderausstellung "Madonna auf Wanderschaft" widmet sich im StadtMuseum bis 5. Juli der Geschichte eines spätgotischen Marienaltars, der im Zuge der Kirchenreformation aus dem Pirnaer Dominikanerklosters entfernt wurde und auf eine einzigartige Wanderschaft ging. Der Madonnenaltar gelangte zunächst von Pirna aus in die evangelische Kirche von Fürstenau im Osterzgebirge, wo er über drei Jahrhunderte verblieb. Im benachbarten Böhmen, das zu Österreich-Ungarn gehörte, hatte Ende des 18. Jahrhunderts der aufgeklärte Kaiser Josef II. große Wallfahrten und Prozessionen verboten. Die deutschsprachigen Katholiken von der böhmischen Seite des Erzgebirges wurden nun auf den Altar aufmerksam und pilgerten die wenigen Kilometer über die Grenze zur Fürstenauer Kirche. Der Kirchenobrigkeit von Fürstenau wurden die katholischen Pilgerströme schließlich zu viel. Um diese zu unterbinden, schenkte sie 1887 den Altar der Gemeinde Vorderzinnwald (Předni Cinvald). Dieser Ort verschwand nach dem Zweiten Weltkrieg von der Landkarte. Heute ist der Altar ein Teil der Dauerausstellung zur sakralen Kunst im Regionalmuseum Teplice. Die Sonderausstellung „Madonna auf Wanderschaft“ ist StadtMuseum (Klosterhof 2) zu sehen. Geöffnet: Di-So (10-17 Uhr). Eintritt: 6 Euro.
Humorzone in Dresden
DRESDEN - Vom 11. bis 15. März lädt die 12. HumorZone zum Lachen ein. Von feinsinnigem Wortwitz bis zur brachialen Pointe, von satirischer Schärfe bis zur absurd-komischen Groteske – hier kommt wieder alles auf den Tisch, was das Humorherz begehrt. In diesem Sinne: Freuen Sie sich auf eine neue Runde Hochkaräter aus der Welt des Humors – und vergessen Sie nicht das bewährte Motto: „Man darf auch mal lachen müssen!“. Schirmherr ist Kabarettist Olaf Schubert, der wieder die witzigsten, verrücktesten und schönsten Humorschaffenden nach Dresden einlädt, um mit Comedy, Kabarett, Zauberei, Chanson und allem, was sonst noch lustig ist, das Publikum aus den Sitzen zu heben. Alle Informationen zum Programm und den Veranstaltungsorten finden Sie unter www.humorzone.de.
Osterschau in Bautzen
BAUTZEN - Bis 3. Mai ist im Sorbischen Museum die Sonderausstellung "Ostern bei den Sorben" zu sehen. Die sorbische Lausitz ist zu Ostern sehr reich an Traditionen. Es erwartet Sie eine Präsentation zum Brauchtum einst und heute. Die Vielfalt an sorbischen Ostereiern kann betrachtet werden, besonders beliebt sind die Preisträgerkollektionen des diesjährigen Wettbewerbs um das schönste sorbische Osterei. Geöffnet: Di - So (10–18 Uhr). Infos unter sorbisches-museum.de.

Plattenbauschau in Dresden
DRESDEN - Im Stadtmuseum Dresden ist bis 29. November die Sonderausstellung "Platte Ost/West - Bauen und Wohnen in Großtafelbauweise" zu sehen. Das Bauen mit vorgefertigten Tafeln – heute allgemein Plattenbau genannt – hat nicht nur die DDR stark geprägt. Auch in Westdeutschland gab und gibt es zahlreiche Bauten. Unzählige Wohnungen entstanden vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren in dieser Bauweise. Doch warum baute man so? Was machte das Wohnen in der Platte aus und warum ist das Image der Bauten so schlecht? Heute brauchen wir wieder dringend viele neue Wohnungen. Es wird auf modulares, serielles Bauen gesetzt. Hat die Platte also eine Zukunft? Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen Etappen des Platten-Wohnungsbaus auf vielfältige Weise vor: Von zeitgenössischen Modellen, Fotos, Entwürfen und eine künstlerische Rauminstallation über spielerische Zugänge und Interviews bis zum digitalen Tetris-Plattenbau-Spiel reicht die Bandbreite der Exponate. Vorgestellt werden die verschiedenen Phasen von 1945 bis heute - und in der Zukunft. Geöffnet: Di-So (10-18 Uhr). Infos unter stadtmuseum-dresden.de.