Bei Anruf Kultur

Kuratorin Dr. Andrea Hammes lädt am 22. April zur ersten Telefonführung in die Ausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“ ein.  Foto Ramona Ahlers-Bergner

Kuratorin Dr. Andrea Hammes lädt am 22. April zur ersten Telefonführung in die Ausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“ ein. Foto Ramona Ahlers-Bergner

Erleben Sie bundesweit Ausstellungen und mehr – live und kostenlos von Zuhause aus. Das Projekt „Bei Anruf Kultur“ bietet telefonische Kulturführungen aus bundesweit über 125 Museen, Gedenkstätten, Galerien und weiteren Kulturorten an.

Für die Teilnahme brauchen Sie nichts weiter als Ihr Telefon und Ihre Anmeldung zur jeweiligen Veranstaltung. Eine kulturvermittelnde Person führt Sie für eine Stunde live z.B. durch eine Ausstellung und beschreibt Ihnen die visuellen Inhalte. Sie hören einfach zu und haben zwischendurch die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sich in kleinem Kreis auszutauschen, wenn Sie möchten.

"Bei Anruf Kultur" richtet sich an Menschen, die Ausstellungen, Rundgänge, Aufführungen oder andere kulturelle Angebote visuell nicht live erleben können. Zum Beispiel, weil sie blind oder sehbehindert sind. Weil Sie in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder ein Besuch aus anderen Gründen nicht möglich ist. Andere fühlen sich vielleicht nicht wohl bei Veranstaltungen in Gruppen oder können sich einen Besuch nicht leisten.

Erleben Sie über das Telefon einen neuen Zugang zu Kultur. Das Programm bietet Führungen durch Museen, Galerien, Gedenkstätten, Theater, Literaturhäuser und mehr. Außerdem haben sind Stadt-, Denkmal- und Kirchenführungen im Angebot. Das Monatsprogramm erhalten Sie über den Newsletter.

Interessierte, die nicht digital versiert sind, können sich das Programm des jeweiligen Monats per Post zusenden lassen oder es über eine telefonische Hotline abrufen unter Tel. 040 209 404 69.

Die nächsten Termine:

22. April, 11-12 Uhr, Buchmuseum der SLUB, Dresden

Wer war Carl Maria von Weber? Heute vor allem als Komponist des berühmten "Freischütz" bekannt, zeigt die Ausstellung im Buchmuseum der SLUB Dresden ihn anlässlich seines 200. Todestages in einem breiteren Licht – als Wegbereiter einer "deutschen Oper", institutionell und kompositorisch, in Dresden und darüber hinaus. Kuratorin Dr. Andrea Hammes lädt bei der Telefonführung dazu ein, Carl Maria von Weber neu zu entdecken: als Künstler, Netzwerker und Idealist. Guide: Dr. Andrea Hammes. Moderation: Martina Füg.

Bei weiteren Telefonführungen am 1. Juni und 26. Oktober 2026 steht der Maya-Codex im Mittelpunkt – eine von weltweit nur vier erhaltenen Handschriften der Maya, die in der SLUB Dresden aufbewahrt und ausgestellt wird.

24. April, 17-18 Uhr: Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart 

Sie rang mit Rollen, brach Tabus und blieb zu Lebzeiten von vielen unverstanden: Paula Modersohn-Becker (1876-1907) ging als frühe Expressionistin in die Kunstgeschichte ein. Mit ihrer Zielstrebigkeit, Malerin zu werden, ihrer malerischen wie menschlichen Authentizität und ihrer erstrebten »großen Einfachheit« als Frau um die Jahrhundertwende setzte sie mutig neue Maßstäbe. Vor ihren drei Bildern in der Staatsgalerie wollen wir das Werk dieser singulären Malerin gemeinsam feiern. Guide: Martina Siebeck, M.A. Moderation: Daniela Klette 

24. April, 15-16 Uhr, Deutsches Hafenmuseum – Schuppen 50A, Hamburg 

Der Hamborger Veermaster PEKING wurde 1911 in Hamburg bei Blohm+Voss gebaut für die Reederei Laeisz. Sie hat bis 1932 viele Tonnen Salpeter aus Chile um Kap Hoorn nach Hamburg transportiert, einen Rohstoff, der in Deutschland für die Produktion von Düngemitteln, Sprengstoffen und Farben dringend benötigt wurde. Der Alltag an Bord für die 32köpfige Besatzung war hart, keine Maschine hat geholfen, alles war Hand- und Muskelarbeit bei jedem Wetter. Die PEKING gehört zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz. Die Segler, deren Namen alle mit dem Buchstaben P begannen, waren für ihre Geschwindigkeit und Sicherheit bekannt. Gemeinsam erkunden Sie auf einem Rundgang die verschiedenen Decks, hören den Möwen im Hansahafen zu und hören Geschichten über den Alltag an Bord, die Weiternutzung der PEKING als Internatsschiff und die erfolgreiche Restaurierung für das Deutsche Hafenmuseum in Hamburg. Guide: Martin Meineke. Moderation: Tanja Arthur

Wie funktioniert einen Führung?

„Bei Anruf Kultur“ bringt die Führungen aus dem Museum auf unkomplizierte Weise mit dem Telefon nach Hause. Sie dauern 60 Minuten und werden von professionellen Guides aus den teilnehmenden Häusern durchgeführt. Sie beschreiben die visuellen Inhalte, beispielsweise die Räumlichkeiten des Hauses und die Exponate der Ausstellung. Ein Moderator oder eine Moderatorin leitet die Führung. Die Person begrüßt die Teilnehmenden, steuert die Technik und öffnet nach Abstimmung mit dem Guide die Telefon­leitungen nach 20 bis 30 Minuten für eine Fragerunde. Ein weiterer Austausch im Anschluss unter den Teilnehmenden ist möglich

Während der Führung müssen sich Teilnehmende keine Sorgen machen, störende Geräusche zu erzeugen: Sie werden von der Technik lautlos gestellt und für die Fragerunden wieder dazu geschaltet.

„Bei Anruf Kultur“ ist von überall auf der Welt aus abrufbar.

So melden Sie sich an 

Melden Sie sich auf der Website www.beianrufkultur.de an, indem Sie eine Veranstaltung aus dem Programm auswählen und auf der Beschreibungsseite den Anmelden-Button klicken. Geben Sie dann in das Anmeldeformular Ihren Vornamen, Nachnamen und Ihre E-Mail-Adresse ein.

Alternativ können Sie uns auch anrufen: (040) 209 404 36

Sie erhalten gleich nach Ihrer Anmeldung per E-Mail eine Festnetz­nummer für die Einwahl. Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. Die erhaltene Telefonnummer wählen Sie am Veranstaltungs­tag etwa 2 bis 3 Minuten vor Beginn.

Die Teilnahme an einer Telefonführung ist kostenfrei. 


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