Wer entdeckt den Grasfrosch?

Wer entdeckt Grasfrösche und ihren Laich? Foto: rchiv Naturschutz LfULG/T.Tschöpe

Wer entdeckt Grasfrösche und ihren Laich? Foto: rchiv Naturschutz LfULG/T.Tschöpe

Sie verbringen Ihre Zeit gern in der Natur, sind neugierig auf Fauna und Flora? Wenn Sie auch noch ein Herz für Frösche haben - dann ist Ihre Mitarbeit bei der Froschzählung gefragt.

In Sachsen hat die Amphibienwanderung begonnen. Auch der Grasfrosch ist unterwegs. Noch zählt er zu den häufigsten Amphibienarten, gerät aber zunehmend unter Druck. Dieses leise Verschwinden einer Art dokumentiert der seit Jahrzehnten zurückgehende Grasfroschbestand. Als Fundament für Schutzmaßnahmen werden Daten über Vorkommen des Grasfrosches und die Größe der Laichgemeinschaften benötigt.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) nimmt den Beginn der Laichsaison zum Anlass, gemeinsam mit dem Naturschutzinstitut des NABU in Freiberg, eine "Mitmachaktion Grasfrosch" zu starten. Sie richtet sich an alle, die gern in der Natur unterwegs sind und mithelfen möchten, an Teichen, Tümpeln und Weihern Ausschau nach Froschlaich zu halten. Wer Laichballen des Grasfroschs entdeckt und zählt, wird gebeten, diese Informationen über ein neu eingerichtetes Onlineportal zu melden.

Dort wird auch erklärt, woran sich der Froschlaich erkennen lässt und wie sich dieser vom Laich seiner nahen Verwandten, dem Spring- und Moorfrosch, unterscheiden lässt. Rundherum gibt es viel Wissenswertes zur Biologie der drei Froscharten und wie das Monitoring funktioniert.

Wann zählen?

ab (Ende Februar) Anfang März bis Ende April, bei ungünstigen Wetterverhältnissen bis Mitte Mai

Wo zählen?

an Stillgewässern wie Tümpel, Weiher oder (Garten-)Teich. 

Gras- und Moorfrosch laichen meist in Gemeinschaften. An diesen Stellen bilden sich »Laichteppiche«, in denen einzelne Ballen kaum noch zu erkennen sind. Der Springfrosch legt seine Laichballen einzeln unter Wasser im ganzen Gewässer verteilt ab.

Wie zählen?

Zählung der Laichballen vom Ufer aus tagsüber bei schönem Wetter (Regen verschlechtert die Sicht). Die Nutzung eines Fernglases erleichtert die Suche.

Laichballen des Grasfroschs. Foto: Archiv Naturschutz LfULG/T.Tschöpe
Laichballen des Grasfroschs. Foto: Archiv Naturschutz LfULG/T.Tschöpe

Wie dokumentieren?

Einfach beobachten und fotografieren – keine Berührung nötig, Anzahl der Laichballen und Fundort melden, möglichst mit Foto.  Ihre Sichtung können Sie HIER melden. 

Wesentliche Ursachen für den Rückgang der Grasfroschvorkommen sind der Verlust von Laichgewässern sowie die Zerschneidung und die zu intensive Nutzung der Landschaften. Zudem führt die immer häufiger auftretende Frühjahrstrockenheit in Folge des Klimawandels dazu, dass Laichgewässer teilweise oder vollständig austrocknen.

Der Grasfrosch ist variabel gefärbt und von seiner Statur her kräftiger als seine engen Verwandten Moor- und Springfrosch. Seine bevorzugten Lebensräume sind u. a. grasige Flächen im Feuchtgrünland sowie extensiv genutzte Wiesen und Weiden, verschiedenste Waldtypen, vor allem Auenwälder und Erlensümpfe. Zu finden ist er auch in naturnahen Parkanlagen und Gärten.

Grasfrösche bilden große Laichplatzgesellschaften und laichen in den unterschiedlichsten Gewässern ab. Die Männchen sehen in der Paarungszeit »schwammig« und leicht bläulich aus und geben knurrende Laute von sich. Die Laichballen liegen dicht nebeneinander und können ausgedehnte Teppiche bilden. Man findet sie meist direkt am sonnigen Gewässerrand, wo das Ufer flach ausläuft. Die Laichzeit beginnt je nach Wetterlage Anfang März und geht bis Ende April, selten bis in den Mai hinein.

Noch mehr zum Grasfrosch und wie man ihn von arten Arten unterscheidet, können Sie HIER nachlesen. 

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