Opferbeauftragte Kloppich in Ruhestand verabschiedet

Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich wurde nach sieben Jahren im Ehrenamt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: SMS

Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich wurde nach sieben Jahren im Ehrenamt in den Ruhestand verabschiedet. Foto: SMS

Sachsen erste Opferbeauftragte Iris Kloppich wurde nach sieben Jahren im engagieren Ehrenamt in den Ruhestand verabschiedet. Die 73-Jährige war Wegweisern, Brückenbauerin und Trostspenderin für Opfer und Betroffene schwerer Gewalttaten. .

Iris Kloppich arbeitete seit Juni 2019 ehrenamtlich als Opferbeauftragte und war zentrale Ansprechpartnerin für Betroffene von terroristischen und extremistischen Straftaten sowie von großen Schadensereignissen in Sachsen. Dazu zählen beispielsweise die islamistisch motivierte Messerattacke am 4. Oktober 2020 in Dresden, bei der ein Mensch getötet wurde. Die Amoktat am Schulzentrum in Bischofswerda am 23. August 2023 mit einem schwerverletzten Schüler, der Riesenrad-Brand beim Highfield-Festival in Großpösna am 17. August 2024 oder die Amokfahrt in Leipzig am 4. Mai 2026 mit 2 Toten.

Sozialministerin Petra Köpping: "Ich danke Iris Kloppich für ihren herausragenden Einsatz für Opfer und Betroffene schwerer Gewalttaten. Als Ansprechpartnerin und Vermittlerin hat sie vielen Menschen in bedrückender Lage dabei geholfen, Hilfe und Unterstützung zu finden. Sie war Wegweiserin und Brückenbauerin, gab Orientierung und spendete Trost. Dank ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Gespür konnte sie Menschen dort erreichen, wo es Worte manchmal schwer haben. Ich wünsche Iris Kloppich alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt, vor allem viel Gesundheit und zahlreiche schöne Momente."

Danke Wort auch von Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Mein herzlicher Dank gilt Iris Kloppich für ihren außergewöhnlichen Einsatz als Opferbeauftragte. Sie hat diese Aufgabe in den vergangenen sieben Jahren mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen ausgefüllt. Als wir das Ehrenamt der Opferbeauftragten 2019 geschaffen haben, waren wir uns in der Staatsregierung einig: Es braucht dafür eine Persönlichkeit mit positiver Energie, die Menschen zusammenbringt und der Betroffene gerade in ihren schwersten Stunden vertrauen können. In Iris Kloppich haben wir die ideale Besetzung gefunden. Gerade die schrecklichen Ereignisse in Leipzig und Görlitz in den vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Opferbeauftragten ist. Ich wünsche Iris Kloppich von Herzen alles Gute und freue mich, wenn sie ihre Erfahrung und Menschlichkeit auch weiterhin in Sachsen einbringt."

Die Opferbeauftragte hörte den Betroffenen zu, unterstützte Hinterbliebene teils über Jahre, stellte Informationen zur Verfügung und lotste sie an die jeweils zuständige Behörde oder Unterstützungseinrichtung in Sachsen. Iris Kloppich arbeitete in einem Netzwerk von haupt- und ehrenamtlichen Akteuren, die Opfer sozial, medizinisch, rechtlich und finanziell unterstützen. Dazu zählte zum Beispiel eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und dem Traumanetz Seelische Gesundheit Sachsen bzw. dem Kompetenzzentrum Traumaambulanzen in Sachsen. Darüber hinaus tauschte sie sich fachlich mit den Opferbeauftragten der Länder und dem Bundesopferbeauftragten aus und informierte z.B. mit einer Wanderausstellung über die Opferhilfestrukturen im Freistaat Sachsen.

Iris Kloppich war von 2010 an bis 2017 Vorsitzende des DGB Sachsen. Außerdem übte sie verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten aus, unter anderem stand sie an der Spitze des Verwaltungsrates der AOK Plus. Im Juni 2019 wurde sie zur ersten Opferbeauftragten der Sächsischen Staatsregierung berufen. Ihre Wiederberufung durch das Sächsische Kabinett erfolgte im 2-Jahres-Rhythmus.

Wer Iris Kloppich im Amt folgt, steht noch nicht fest. Das Ehrenamt soll aber laut Sozialministerium fortgeführt werden. 

Kontakt: 

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung, Bautzner Straße 19 B, 01097 Dresden, Telefon: 0351 564-55099,  E-Mail: opferbeauftragte@sms.sachsen.de



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