Unterstützen Sie den NABU bei der Vogelzählung. Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Vom 8. bis 10. Mai startet der NABU seine Mitmachaktion "Die Stunde der Gartenvögel". In diesem Zeitraum können auch Sie Vögel mitzählen und damit helfen, Daten über den Vogelbestand in Deutschland zu sammeln.
In Deutschlands Gärten und Parks werden immer weniger Vögel gezählt: Bei der NABU-Aktion „Stunde der Gartenvögel“ lag der Durchschnitt 2025 nur noch bei 28,45 Vögeln pro Garten – so niedrig wie noch nie in 21 Jahren. Noch vor zehn Jahren waren es 36 Vögel. Ob Haussperling, Buntspecht oder Amsel: Bei fat allen Vogelarten steigt sich eine rückläufige Tendenz.
"Die Stunde der Gartenvögel"
Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine jährliche Aktion des NABU. In diesem Jahr findet sie zum 22. Mal statt. Heimische Vogelarten rücken dabei in den Fokus. An der Aktion kann jeder teilnehmen. Und der NABU erklärt auch, wie einfach das geht:
Zeitpunkt: Nehmen Sie sich am Zählwochenende vom 8. bis 10. Mai 2026 eine beliebige Stunde lang Zeit. Wichtig: Melden Sie nur die am Aktionswochenende und innerhalb einer Stunde gesichteten Vögel. Nur so lassen sich die Daten über die Aktionsjahre hinweg vergleichen. Ihre Beobachtung können Sie bis zum 18. Mai online melden.
Beobachtungsort: Die Aktion stellt ausschließlich Vögel in den Mittelpunkt, die in der Nähe von Menschen leben. Ob Dorfplatz, Balkonfenster, Hausgarten, Park, Stadtbrache oder Einfamilienhaussiedlung am Stadtrand: Alle bewohnten Gebiete sind interessant. Suchen Sie sich einen festen Ort. Gehen nicht extra in die freie Natur oder zählen Sie auch nicht während eines Spaziergangs.
Richtig zählen: Vögel fliegen weg und kommen wieder. Damit sie nicht mehrmal gezählt werden, notieren Sie bitte von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die Sie während einer Stunde gleichzeitig gesehen haben. Die gesehenen Vögel einer Art werden also nicht addiert. Beispiel: Sie haben während der Zählstunde zuerst zwei Haussperlinge zur gleichen Zeit an der Futtersäule gesehen. Minuten später sehen Sie vier Hausperlinge ins Gebüsch fliegen. Sie haben also gleichzeitig vier Haussperlinge gesehen und notieren dementsprechend die Zahl vier.
Sie können ebenfalls am Himmel fliegende Vögel bestimmen und zählen – egal ob einzeln oder in Schwärmen. Hören Sie nur den Gesang eines Vogels, können ihn aber sicher einer Art zuordnen, notieren Sie auch diesen.
Art bestimmen: Die NABU-Zählhilfe zeigt Ihnen die häufigsten Gartenvögel und erleichtert das Erfassen der beobachteten Vögel während des Zählwochenendes. Wenn Sie Unterstützung bei der Artenbestimmung benötigen, nutzen Sie die NABU-App „Vogelwelt“ oder den NABU- Vogeltrainer.
Beobachtung melden:
Du können die Vogelbeobachtungen vom 8. bis zum 18. Mai 2026 direkt über das Online-Formular melden.
Per NABU-App „Vogelwelt“: Laden Sie die kostenlose NABU-App herunter und senden Ihre Beobachtungen. Wichtig: Bevor Sie die App zum Bestimmen und Melden für die Aktion nutzen, aktualisieren Sie diese bitte eigenständig im App Store (iOS) oder Playstore (Android).
Noch mehr Informationen finden Sie unter www.nabu.de.
Was können Sie zum Erhalt der Vogelwelt beitragen?
Schon kleine Veränderungen können Garten und Balkon lebendiger machen - das Portal Vergleich.org hält einen ganze Reihe von Tipps parat. Schon mit überschaubarem Aufwand lässt sich viel erreichen: Nistkästen an geschützten Orten machen es Vögeln leichter, ihre Eier und Jungen aufzuziehen.
Doch der Garten sollte den Vögeln nicht nur ein schönes Hotel, sondern bestenfalls auch ein leckeres Restaurant bieten. Futterstellen mit geeignetem Vogelfutter oder Vogeltränken können dazu beitragen, dass Vögel in Gärten, auf Terrassen oder sogar auf kleineren Balkonen häufiger Nahrung, Wasser oder geschützte Plätze finden. Wer den Außenbereich im Frühjahr ohnehin neu einrichtet, kann solche Elemente gezielt mitdenken und mit wenigen Ergänzungen bessere Bedingungen schaffen.
Noch leichter ist es, bestimmte Mittel einfach wegzulassen. Der Verzicht auf Pestizide, Insektizide und sonstige giftige Schädlingsbekämpfung gehört ebenfalls dazu.
„Ein lebendiger Garten ist die schönste Belohnung für uns Gartenbesitzer. Wenn wir auf Pestizide verzichten und stattdessen auf natürliche Vielfalt setzen, schaffen wir eine echte Win-win-Situation: Die Vögel finden ein reichhaltiges Buffet, während sie uns als natürliche Schädlingsbekämpfer die Arbeit abnehmen. So wird der Außenbereich nicht nur zum Rückzugsort für uns, sondern zu einem wertvollen Ökosystem", weiß Sonja Di Leo, Vergleich.org-Expertin für Gartenthemen und Autorin.
Dazu zählt auch, ein paar Pflanzentscheidungen zu treffen: für mehr heimische, fruchttragende Sträucher wie Schwarzer Holunder, Weißdorn, heimische Rosenhecken oder Berberitze. Viele Gehölze können auch als Unterschlupf dienen, vor allem höhere Bäume und Dornensträucher, die Fressfeinde wie Katzen zurückhalten. Insektenfreundliche Sträucher sind ebenfalls wichtig, denn diese ziehen Insekten an, die von wiederum insektenfressenden Vögeln als Futterquelle benötigt werden.