Hagebutten und Hortensien leuchten noch im Garten - doch der Winter klopft schon an. Foto: Katrin Koch
Tipps für den Herbstgarten
Die Bäume lassen langsam ihr buntes Laub fallen. Damit haben Gartenbesitzer meist schon alle Hände voll zu tun. Daneben gibt es aber noch mehr zu erledigen, wenn Sie Ihren Garten winterfest machen und für das kommende Frühjahr rüsten wollen. Keine Angst, es ist noch nicht zu spät für die letzen Handgriffe. Auch November gibt es immer noch einige Pflanzen, die Sie in den Boden bringen können, um eine schöne Blüte im kommenden Jahr zu gewährleisten. Hier sind einige Vorschläge:
Sorgen Sie für Blütenpracht im Frühjahr
Frühlingszwiebeln (z.B. Allium) können im November noch gesetzt werden und bieten im Frühling eine schöne Blüte. Tulpenzwiebeln können Sie noch in den Beeten "verstecken", solange der Boden nicht gefroren ist. Auch die Zwiebeln von Krokussen und Hyazinthen sind winterhart und können noch in die Erde. Gleiches gilt natürlich für Narzissen. Faustregel: Stecken Sie Zwiebeln zwei- bis dreimal so tief in die Erde wie sie gfraoß sind. Stellen Sie sicher, dass der Boden gut durchlässig ist und die Pflanzen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort stehen. Eine Mulchschicht kann helfen, den Boden warm zu halten und die Feuchtigkeit zu regulieren.
So überwintern Ihre Hortensien
Mit ihren großen Blütenstanden verzaubern Sie noch immer Ihren Garten - auch dann noch, wenn andere Pflanzen längst verblüht sind. Damit Sie sich auch im nächsten Jahr an Ihnen erfreuen können, sollten Sie einiges beachten:
1. Schneiden Sie die alten Blütenstände ab, aber lassen Sie die neuen Triebe stehen, da viele Hortensien ihre Blüten an den neuen Trieben tragen. Dies gilt vor allem für die Sorten, die am alten Holz blühen.
2.Decken Sie den Boden um die Pflanzen mit einer Schicht Mulch oder Laub ab. Dies schützt die Wurzeln vor Kälte und Temperaturschwankungen.
3. Gießen Sie die Pflanzen vor dem Frost noch einmal gut. Gut bewässerte Pflanzen sind besser gegen Kälte gewappnet.
4. In sehr kalten Regionen können Sie Hortensien mit Vlies oder speziellen Pflanzen-Schutzhüllen abdecken. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung das Licht nicht vollständig blockiert.
5. Wenn möglich, beachten Sie beim Pflanzen von Hortensien, dass Sie einen geschützten Standort auswählen, der nicht direkt dem Frost ausgesetzt ist. Falls sie Neupflanzungen für das nächste Jahr planen: Bauern- Ball- und Tellerhortensien sind robust und pflegeleicht und eignen sich für halbschattige Standorte. Rispen- und Eichenblatthortensien lieben die Sonne. Samthortensien dagegen bevorzugen Schatten.
Letzte Arbeiten im Garten vor der Winterruhe
1. Entfernen Sie das Laub von Rasenflächen, Wegen und Beeten, um Krankheiten und Schimmelbildung zu vermeiden.
2. Kompostieren: Legen Sie unversehrtes Laub und Schnittmaterial auf den Kompost.
3. Werkzeuge reinigen: Säubern Sie Gartenwerkzeuge und lagern Sie sie trocken und frostgeschützt. Müssen der Rasenmäher oder elektrische Gartenschere zur Reparatur, dann nutzen Sie den Winter zur Instandsetzung.
4. Gemüseernte: Ernten Sie das restliche Gemüse und sammeln Sie auch Wintergemüse wie Grünkohl und Feldsalat. Vergessen Sie nicht die Kartoffeln - auch sie vertragen keinen Frost. Dahlienknollen ausgraben!
5. Mulchen: Mulchen Sie Beete, um Pflanzen vor Frost zu schützen und das Wachstum von Unkraut im kommenden Jahr zu hemmen.
6. Schützen Sie besonders empfindliche Pflanzen mit Schutzhüllen oder Reisig.
7. Vergessen Sie Ihre tierischen Gartenbewohner nicht. Igel benötigen ebenso wie Insekten Winterquartiere. Das ideale Winterquartier für Igel besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub. Insekten finden in Totholz oder einem Insektenhotel Unterschlupf. Mehr Infos finden Sie unter www.nabu.de.
Immergrüne Freunde
Wenn Ihnen Ihr Garten gerade trist und unattraktiv vorkommt, nutzen Sie doch den Winter, um über immergrüne Neupflanzungen nachzudenken. MDR-Gärtner Horst Schöne empfiehlt u.a. Epidemien, Balkonwolfsmilch, Ysander, Immergrün, Farne, Gräser oder Laubgehölze wie Stechpalme, Schneebälle, Berberitzen, Kirschlorbeer, Zwergseidelbast oder Rhododendron. Mehr dazu lesen Sie HIER.