Was Sie bei einem Stromausfall im Haus haben sollten

Ein Stromausfall stellt uns vor Herausforderungen. Nicht nur das Licht geht dann aus. Foto: Freepik

Ein Stromausfall stellt uns vor Herausforderungen. Nicht nur das Licht geht dann aus. Foto: Freepik

Was tun bei einem Stromausfall? Diese Frage ist nicht weithergeholt. Der jüngste Stromausfall in Berlin hat gezeigt, wie abhängig wir von Elektrizität sind. Es funktioniert kein Licht mehr, der Elektroherd bleibt kalt, es fließt kein warmes Wasser mehr, TV und Radio bleiben stumm, kein Internet versorgt uns mit Informationen, das Handy kann nicht mehr geladen werden.

Sowohl Unwetter als auch gezielte Angriffe können für den Ausfall der Stromversorgung verantwortlich sein. In Wintermonaten ist ein Stromausfall natürlich noch dramatischer als in Monaten, die keine Heizung erfordern. Doch Sie können sich für solche Fälle wappnen - und einige Stunden, im äußersten Fall sogar einige Tage überbrücken. Ein Vorrat - auch ohne Stromausfall - empfiehlt sich auch für den Fall, dass Sie einige Tage ihre Wohnung oder Ihr Haus nicht verlassen können - weil es draußen zu glatt ist, Sie eingeschneit sind und auf den Winterdienst warten oder weil ein Unwetter wütet. 

Was sollten Sie zu Hause haben?

Die Stadt Dresden gibt eine Empfehlung, was Sie immer zu Hause haben sollten:

Lebensmittel und Trinkwasser für einige Tage (3-10 Tage) - Hinweis: Ein erwachsener Mensch braucht mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Zum Kochen 0,5 Liter Wasser zusätzlich einplanen. Besonders gut zur Bevorratung eignen sich: Trockenfrüchte, Obst/ Gemüse/ Fleisch/ Fisch in Konserven, Trockenfleisch oder –wurst, Nüsse, Zwieback, Müsliriegel. 

Hygieneartikel und Arzneimittel

Beleuchtung wie Kerzen und Streichhölzer, Feuerzeug, Taschenlampe mit Batterien oder Kurbel

Radio mit Batterien

Telefon und Computer mit Akkus (regelmäßig aufladen!)

Zum Kochen: Hand-Dosenöffner,  Campinggaskocher, Spiritus-, Benzin-, Trockenspirituskocher mit Brennstoff

Heizung Campinggasflasche mit Heizaufsatz, Wolldecken, Wärmepads für Füße und Hände, auch Wärmflaschen. Wer einen Ofen oder Kamin hat, braucht einen Vorrat an Kohle, Briketts, Holz oder Pellets

Bargeld-Reserve - Die Geldautomaten-Funktion kann eingeschränkt sein

Kraftstoff-Reserve - Abgabe an Tankstellen kann eingeschränkt sein. Wer ein Notstrom-Aggregat zur Verfügung hat, benötigt einen Vorrat an Diesel oder Benzin

Noch mehr Tipps und Infos finden Sie unter www.dresden.de/stromausfall

Unter www.ernaehrungsvorsorge.de finden Sie einen detaillierten Vorratskalkulatur, der von der Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zusammengestellt wurde. 

Welcher Vorratstyp sind Sie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Vorräte anzulegen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt diese zwei Varianten der Bevorratung:

Einmaliger Vorrat

Kaufen. Einmal einen größeren Vorrat anlegen. Prüfen. Regelmäßig auf Haltbarkeit prüfen, zum Beispiel einmal im Jahr zu einem bestimmten Datum. Bald ablaufende Produkte können dann verbraucht werden. Erneuern. Abgelaufene oder verbrauchte Produkte zeitnah ersetzen.

Lebender Vorrat

Kaufen. Bei jedem Einkauf immer etwas zusätzlich mitnehmen, zum Beispiel ein bis zwei Packungen Nudeln mehr als Sie gerade im Alltag benötigen. So bauen Sie allmählich einen Vorrat auf. Verbrauchen. Produkte regelmäßig im Alltag verbrauchen, dabei Lebensmittel die zuerst ablaufen bevorzugt verwenden. Erneuern. Verbrauchte Produkte bei einem der nächsten Einkäufe nachkaufen. So bleibt Ihr Vorrat erhalten, auch wenn er im Alltag genutzt wird.

Wo finden Sie Beratung und Hilfe? 

Beim BBK finden Sie kostenfreie Beratung und Hilfe zu Themen der Notfallvorsorge und Selbstschutz/Selbsthilfe - unter Telefon 0800 000 55 43 oder 0228 99 550 3670. Per E-mail an info@bbk.bund.de.

Servicezeiten für telefonische Anfragen: Montag bis Freitag: 9 bis 15 Uhr


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