Gesundheitliche Vorsorge-Planung bei der Volkssolidarität

Martin Brambach im Werbefilm für das Vorsorge-Projekt der Volkssolidarität Dresden. Foto: Volksolidarität Dresden

Martin Brambach im Werbefilm für das Vorsorge-Projekt der Volkssolidarität Dresden. Foto: Volksolidarität Dresden

Die Volkssolidarität Dresden bietet Gesundheitliche Vorsorgeplanung (GVP-A) nicht nur für Menschen an, die in einer Pflegeeinrichtungbetreut werden, sondern auch für Menschen, die noch im eigenen Zuhause leben.

Während sich eine herkömmliche Vorsorgeberatung vor allem mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung beschäftigt, geht die GVP-A – deutlich weiter.

Im Mittelpunkt stehen die persönliche gesundheitliche Situation und konkrete Fragen zur letzten Lebensphase:

  • Welche medizinischen Behandlungen sind möglich?
  • Welche Erfolgsaussichten und Folgen haben sie?
  • Wo möchte der Betroffene versorgt werden?
  • Welche Vorkehrungen sind notwendig, damit eine Versorgung zu Hause auch bei einer Verschlechterung oder in einem Notfall möglich bleibt?

Gemeinsam mit den Betroffenen wird ein realistischer Versorgungsplan erarbeitet. Dabei werden persönliche medizinische, pflegerische und seelsorgerische Wünsche berücksichtigt. Auf Wunsch können Angehörige, behandelnde Ärzte, Pflegekräfte und weitere professionelle Helfer einbezogen werden. Ziel ist es, Wünsche nicht nur schriftlich festzuhalten, sondern ihre spätere Umsetzung bestmöglich vorzubereiten.

Wann und wo findet die nächste Vorsorge-Beratung statt

Die nächsten Beratungen der Volkssolidarität Dresden finden am 20. August 2026 und 10. September 2026 im Pflegekompetenzzentrum Dresden Ost, Postelwitzer Straße 2, 01277 Dresden statt.

Eine Anmeldung ist spätestens eine Woche vor dem gewünschten Termin unter Tel. 0351 5010-610 oder per Mail an ost@volkssoli-dresden.de erforderlich.

Da die Beratung individuell vorbereitet wird, erhalten die Teilnehmer vorab einige Hinweise und Aufgaben. Dazu gehört unter anderem, vorhandene Arztberichte und weitere medizinische Unterlagen vorab zuzusenden. Dies kann persönlich, per Post, Mail oder Fax an 0351 5010 639 erfolgen.

GVP-A erstmals auch für Menschen im eigenen Zuhause

Die Beratungen sind Teil des zweijährigen, spendenfinanzierten Pilotprojektes Kompass70+ der Volkssolidarität Dresden und des JOSUA Palliativzentrums Dresden. Bislang ist die Gesundheitliche Versorgungsplanung gesetzlich vor allem für Menschen in stationären Einrichtungen vorgesehen. Mit Kompass70+ erhalten erstmals auch Betroffene in der eigenen Häuslichkeit und ihre Angehörigen Zugang zu diesem Beratungsangebot.

Martin Brambach wirbt mit „Der Brief“ für frühzeitige Gespräche

Unterstützt wird Kompass70+ von Schauspieler und "Tatort"-Star Martin Brambach. Im Kurzfilm „Der Brief“ spielt er einen verwitweten Mann mit Pflegegrad, der seiner Tochter seine Wünsche für die letzte Lebensphase mitteilt. Der Film macht deutlich, wie wichtig es ist, diese Fragen frühzeitig zu klären und Angehörige nicht mit schwierigen Entscheidungen allein zu lassen.

Die Evangelische Hochschule Dresden begleitet das zweijährige Projekt wissenschaftlich. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Gesundheitliche Versorgungsplanung künftig auch für Menschen im eigenen Zuhause dauerhaft zugänglich zu machen.

Das Angebot richtet sich an Menschen ab Pflegegrad 2, die im eigenen Zuhause leben, sowie an deren Angehörigen.

Weitere Informationen, Vorträge und Termine: https://kompass70plus.de/

Den Kurzfilm „Der Brief“ können Sie HIER sehen.

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