Die schönsten Ausblicke in Dresden

Blick vom Rathausturm auf die Altstadt von Dresden. Foto: Katrin Koch

Blick vom Rathausturm auf die Altstadt von Dresden. Foto: Katrin Koch

Entdecken Sie die besten Aussichtspunkte in Dresden im Winter und erleben Sie die beeindruckenden Panoramen von den bedeutendsten Türmen der Stadt.

Der Winter kann kalt, grau und trist sein. Er kann aber auch mit weißer Pracht und gemütlichen Stunden bei Kerzenschein verzaubern. Und er hat noch eine ganz besondere Seite: Die Baume haben ihr Laub abgeworfen und machen die Sicht frei auf Straßen und Landschaften. Ohne grüne Wipfel, die vieles verdecken, sind Straßen und Plätze von Aussichtstürmen viel leichter zu entdecken und Stadtteilen zuzuordnen. Wir haben für Sie zusammengestellt, wo Sie jetzt den besten und unverstellten Blick auf Dresden haben. 

Der Rathausturm

Hier brauchen Sie ein bisschen Kondition. Auch wenn Sie ein Teilstück mit dem Lift zurücklegen könne, es sind exakt 273 Stufen bis zur Aussichtsplattform in 68 Metern Höhe. Dann aber genießen Sie den Rundblick auf Dresden, sogar einen Teil des Striezelmarktes  können Sie von oben ein sehen. Bei klarer Sicht entdecken sie am Horizont das  Elbsandsteingebirge. Doch auch beim Aufstieg gibt es Ungeahntes zu entdecken - so auf halber Höhe eine nicht mehr genutzte Turnhalle! Aufstiege werden für kleine Gruppen von der Dresden Information angeboten. Vorerst noch bis 15. Februar. Dann pausiert der Publikumsverkehr, denn die Brutzeit der Turmfalken beginnt. Infos/Buchung/Zeitfenster finden Sie unter dresden.de. Preis:  9/6 Euro.

Die Kreuzkirche

Gleich nebenan können Sie den Turm der der Kreuzkirche besteigen - über 259 Stufen auf 54 Metern Höhe. Für den Türmer, der bis 1950 hier oben wohnte, gehörte der Aufstieg zum Tagwerk. Oben angekommen, ist der Ausblick wunderbar.  Auf dem Weg nach oben kommen Sie an den  fünf große Bronzeglocken von 1900 vorbei. Am 16. Februar 1897 zerstörte ein Brand das Kirchenschiff vollständig und griff zugleich auf den Turm über, wo der hölzerne Glockenstuhl den Flammen zum Opfer fiel. Die vier insgesamt zehn Tonnen schweren Glocken stürzen in die Tiefe und zerbrachen. Für den Turm schrieb der Kirchenvorstand ein neues, wieder vierstimmiges Geläut aus. Den Zuschlag erhielt die renommierte Glockengießerwerkstatt Franz Schilling aus Apolda. Statt der bestellten vier Bronzeglocken bot Schilling der Gemeinde jedoch noch eine fünfte, sehr viel größere an. Deren Klang sorgte für derartige Begeisterung, dass der Auftrag schließlich um die mächtige, allein 11,5 Tonnen schwere E-Glocke erweitert wurde. Um diese Kolosse zu tragen, wurde ein 13,50 Meter hoher Glockenstuhl aus Stahl eingebaut und mit den Glocken am 6. März 1900 feierlich geweiht. Sie können Sie bestaunen. Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-18 Uhr/Sa: 10-15 Uhr/So: 11-18 Uhr. Preis: 5/2,50 Euro. Infos: kreuzkirche-dresden.de. 

Blick von der Kreuzkirche auf den Striezelmarkt. Foto: Michael Bader (DML-BY)
Blick von der Kreuzkirche auf den Striezelmarkt. Foto: Michael Bader (DML-BY)

Die Altmarkt-Galerie

Schräg gegenüber wartet die Altmarkt-Galerie mit einem romantischen Blick von einem weniger romantischen Ort. Besuchen Sie die bis zum Frühjahr (31. März) andauernde immersive Ausstellung "Vom Licht zum Glanz", die den Künstlern Monet, van Gogh und Klimt gewidmet ist.   Versäumen Sie nach dem Kunstgenuss nicht, dort die Toilette zu besuchen. Denn von diesem Fenster aus haben Sie den besten Blick auf den Striezelmarkt!  Die Ausstellung ist täglich 10 bis 19 Uhr geöffnet, Eintritt: 16/14/8 Euro, Familienkarte 40 Euro. Infos: monet2klimt.com 

Die Frauenkirche 

In der im Jahr 2005 wieder geweihten Frauenkirche waren sie vermutlich längst. Aber haben Sie auch schon den Aufstieg auf die Kuppel der Frauenkirche gewagt? Er ist zwar anstrengend, aber lohnt sich.  281 Stufen müssen Sie erklimmen, wenn Sie den Fahrstuhl benutzen, können Sie auf 127 Stufen bis in 67 Metern Höhe verkürzen. Der Aufstieg startet am Eingang G am Neumarkt, eigewährt den Blick in den Innenraum der Kirche und auf die Gemälde der Innenkuppel.  Er endet in der Laterne über der Kuppel, die scheinbar schwerelos den Kirchenrat krönt. Dabei wiegt die Steinkuppel  rund 12 000 Tonnen. Die Belohnung für Ihre Mühe beim Aufstieg: Je nach Wetterlage reicht die Sicht bis in die Dresdner Heide im Norden, das Elbsandsteingebirge im Osten, das Erzgebirge im Süden oder bis nach Meißen im Westen - und immer auf den Konkurrenten Rathausturm. Öffnungszeiten: März-Oktober: Mo–Sa: 10–18 Uhr, So 13-18 Uhr. November bis Februar: Mo–Sa 10–16 Uhr, So 13–16 Uhr. Preis: 10/7 Euro. Info: frauenkirche-dresden.de

Der Ernemannturm

Weg aus der Altstadt: Im Stadtteil Striesen eröffnet der Ausblick vom 1923 erbauten Ernemannturm im Gebäude der Technischen Sammlungen Dresden ganz andere An- und Aussichten. Der aus Stahlbeton Neubau samt Turm entstand nach einem Entwurf der Dresdner Architekten Emil Högg und Richard Müller im Stil des Deutschen Werkbundes. Über 200 Stufen gelangen sie in einen Höhe von 48 Metern.Hier können Sie nicht nur einen ganz andere Perspektive genießen, sondern im Café auch Kaffee und Kuchen. Das Turmcafé kann gemietet werden, es ist einen spektakuläre Location mit Weitblick für einen Empfang oder ein Fest. Auf 200 m² bietet es Platz für 30 bis 60 Personen. Die Aussicht wird auch Ihre Gäste begeistern. Öffnungszeiten: Di-Fr: 9-17 Uhr/Sa-So: 10-18 Uhr. Infos: tsd.de

Die Dreikönigskirche

Auch die Neustädter Elbseite hat mit dem Turm der Dreikönigskirche tolle Aussichten parat. In 45 Metern Höhe  können Sie hier einen Blick auf die Neustadt riskieren. Doch auch hier steht vor dem Genuss die Qual: Der Aufstieg umfasst 254 Stufen. Menschen mit Platzangst sollten lieben auf dem Boden bleiben. Verbinden Sie dich den Aufstieg mit dem Besuch der Adventsausstellung im Kirchenraum. Im Jahr 1736 wurde die Dreikönigskirche fertig gestellt – jedoch ohne Turm. Geldmangel war der Grund. Im 18. Jahrhundert reichte der Turmunterbau nur bis in 18 Meter Höhe. Die Glocken konnten in dieser Höhe ihren vollen Klang nicht entfalten. Mehr als einhundert Jahre später wurde der Turm vollendet. Im Februar 1945 brannte das Schiff der Dreikönigskirche vollständig aus, der Turm blieb in seiner Bausubstanz erhalten. Er wurde von  1993 bis 1995 grundhaft saniert und ist seit 1999  für Besucher zugänglich. Öffnungszeiten: März bis Oktober  Mo/Di geschlossen, Mi-So  11-17 Uhr,  November bis Februar: Mo/Di geschlossen, Mi 12-16 Uhr, Do-Sa 10-16 Uhr, So ab 11 Uhr geöffnet. Da es kurzfristig zu Änderungen kommen kann, bitte vorab  unter Telefon 0351-8124-0 nachfragen. Preis: 5/4 Euro. Infos: hdk-dkk.de

Der Fernsehturm 

Von diesem Ausblick dürfen sie vorerst nur träumen. Der Fernsehturm steht auf den Elbhängen im Stadtteil Wachwitz und dient seit 1969 als Sendeturm für Fernsehen und Rundfunk sowie später auch für Mobilfunk. Mit einer Gesamthöhe von 252 Metern steht er auf dem neunten Platz aller Fernseh- und Fernmeldetürme in Deutschland. bis 1991 wurde der Telespargel touristisch genutzt. Idas zweistöckige Turmcafé wurde über zwei Personenaufzügen erreicht. Das Café hatte 120 Plätze - in 145 Metern Höhe. In 148 Metern Höhe bot eine Aussichtsplattform zeitgleich 40 bis 50 Besuchern einen tollen Blick über das Elbtal. Jährlich besuchten etwa 200.000 Gäste das Turmcafé. Mit einer Wiedereröffnung ist frühestens 2030 zu rechnen. Die Investionskosten betragen rund 26 Millionen Euro. 

Der Fernsehturm wartet noch auf seine Sanierung und Wiedereröffnung. Foto: ddpix.de (DML-BY)
Der Fernsehturm wartet noch auf seine Sanierung und Wiedereröffnung. Foto: ddpix.de (DML-BY)


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